17.04.2019

OVB - Jahreshauptversammlung am 13. April 2019

Willi Engelmann (links) hat sich bereit erklärt, das Kunstwerk vor seiner Apotheke aufzustellen und die Kosten für den Transport, die Restaurierung und die Begutachtung zu übernehmen. Joachim Hellwig, der Vorsitzende des Fördervereins Stadtmuseum Waldkraiburg, überreichte Engelmann in der Jahreshauptversammlung dafür die Schenkungsurkunde. Fischer/Grundner

Waldkraiburg – Für die Brunotte-Skulptur „Glasmacher und Formhalterin“ ist ein neuer Platz gefunden. Willi Engelmann wird das Kunstwerk der Bildhauerin Christa Brunotte aus den 1950er-Jahren vor seiner Apotheke aufstellen. Zum Dank überreichte Joachim Hellwig, Vorsitzender des Fördervereins Stadtmuseum, in der Jahreshauptversammlung eine Schenkungsurkunde an Willi Engelmann. Die Skulptur war ursprünglich an den Mietshäusern der Wohnungs- und Siedlungsgenossenschaft in der Berliner Straße gegenüber der ehemaligen Glashütte angebracht. Weil die Häuser abgerissen wurden und durch neue Wohn- und Bürogebäude ersetzt werden (wir berichteten), hatte die WSGW die Skulptur dem Förderverein übereignet. Willi Engelmann, der seit 1956 in der Stadt lebt, übernimmt alle Kosten von Transport, Restaurierung und Begutachtung durch Bildhauer Lechner aus Ampfing. Auf diese Weise wird nun eine Erinnerung an die ehemalige Glashütte in der Berliner Straße wachgehalten.

In seinem Rückblick auf das vergangene Vereinsjahr hob Vorsitzender Joachim Hellwig den Besuch in der Kröninger Hafnerabteilung des Heimatmuseums Vilsbiburg hervor. Dort erhielten die Besucher eine Sonderführung durch die dortige Leiterin und Stadtarchivarin Annika Janßen, die in Waldkraiburg durch ihre Tätigkeit als Volontärin und freie Mitarbeiterin im hiesigen Stadtmuseum bestens bekannt ist. Das 30-jährige Bestehen des Fördervereins wurde im November 2018 gefeiert, verbunden mit der Vorstellung von Heft 19 der Schriftenreihe „Unser Waldkraiburg“.

Zweiter Vorsitzender Konrad Kern kündigte für das Heft 20 Berichte über „70 Jahre Polizei in Waldkraiburg“ und den Innkanal-Bau zur Ausstellung „Ein Kanal entsteht“ an.

In seinem Kassenbericht zeigte Walter Lode junior auf, wie sich die Einnahmen von 4786 Euro und die Ausgaben von 2417 Euro zusammensetzen.

Der Koordinator für Geschichtsarbeit im Landkreis, Daniel Baumgartner, stellte sich anschließend vor und hob als Ziel seiner Arbeit heraus, die Museenlandschaft in der Region zu verknüpfen, wie dies zum Beispiel in der „Rottaler Museumsstraße“ geschieht. Zentraler Mittelpunkt ist für ihn das Geschichtszentrum Mühldorf, von wo aus er auch Ansprechpartner für die Museen Waldkraiburgs ist. Er wird sich ebenso um das Mitwirken der Stadt bei zukünftigen Geschichtstagen kümmern und ein Zeitzeugencafe ins Leben rufen, das sicher auch in Waldkraiburg Station machen wird.

Willi Engelmann sprach Stadtarchivar Kern seine Anerkennung für die hervorragende Ausbildung der Stadtführer aus. Dem schloss sich Bürgermeister Robert Pötzsch an. Zuversichtlich sieht Pötzsch dem Baubeginn des „Museums Peter Schmidt“ entgegen, das die Museumslandschaft Waldkraiburgs gewaltig bereichern werde. fis

 

 

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